Monika Düker besucht Imkerinnen und Imker in Düsseldorf und Mettmann

· Presse

Monika Düker besucht Imkerinnen und Imker in Düsseldorf und Mettmann

17. Juli 2013

In diesem Jahr fällt die Honigernte außergewöhnlich schlecht aus. Viele Imkerinnen und Imker erzielen nur die Hälfte des sonstigen Ertrags. Sorge bereiten auch Nachrichten über Bienenseuchen und Milbenbefall, die viele Völker bedrohen. Grund genug für die 29 Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion, sich vor Ort ein Bild zu machen und mit den Imkerinnen und Imker in ganz NRW zu diskutieren. Monika Düker besuchte gemeinsam mit den beiden anderen Düsseldorfer Landtagsabgeordneten Martin-Sebastian Abel und Stefan Engstfeld den Düsseldorfer Bienenzucht und Imkernachwuchsverein Apidea Mellifica und den Vorsitzenden des Mettmanner Imkervereins Wilfrid Müller.

Bienen zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern von Wild-und Kulturpflanzen. Gerade deshalb sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems. Von den heimischen Nutz- und Wildpflanzen – etwa 2000 bis 3000 Arten – sind ungefähr 80 Prozent darauf angewiesen, von Bienen bestäubt zu werden. Mit anderen Worten: Ohne Bienen keine Pflanzen und keine Erträge. Der Mensch ist nicht unschuldig an dieser Entwicklung. Vor allem durch intensive Landwirtschaft verlieren Bienen ihre Nahrungsgrundlage und Lebensräume. Vor allem Monokulturen, ein übermäßiger Einsatz von Pestiziden und Schädlinge tragen dazu bei. Deutsche Imker beklagen seit Jahren überdurchschnittliche Verluste. Es scheint, als zeige uns die Schwächung vieler Bienenvölker beispielhaft, wie es um unsere biologische Artenvielfalt bestellt ist.

Uns ist es wichtig, den natürlichen Lebensraum der Biene zu erhalten. Wie dies langfristig geschehen kann, diskutierten die Abgeordneten vor Ort mit den Imkerinnen und Imkern. Wir möchten uns bei ihnen allen für die Einladung, die spannenden Einblicke und angeregten Diskussion bedanken. Ihre Arbeit und ihr Engagement kann man nicht genug würdigen.

Wie wichtig Bienen sind, zeigt sich auch darin, dass sie und ihre Haltung sogar im deutschen bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) besondere Erwähnung finden. Es heißt, dass einige der Schöpfer des BGB begeisterte Hobby-Imker waren und so kommt es, dass auch heute noch im BGB Vorschriften für den Umgang mit Bienenschwärmen zu finden sind (§§ 961 – 964 BGB). Es gibt zum Beispiel ausführliche Regelungen dazu, wann ein ausziehender Bienenschwarm „herrenlos“ wird, dass der Eigentümer bei Verfolgung seiner Bienen fremde Grundstücke betreten darf oder was passiert, wenn ein Bienenschwarm in eine „fremde besetzte Bienenwohnung“ einzieht.

Der Besuch war ausgeprochen lehrreich und alle waren beeindruckt über das Engement der Imker*innen und deren Sorghe um das 3. wichtigste Nutztier in NRW!