VertreterInnen der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge im Landtag

· Flüchtlingspolitik

VertreterInnen der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge im Landtag

6. April 2011

Anwesend waren Psychologinnen, ÄrztInnen und Psychtherapeutinnen aus Aachen, Düsselorf, Soest und Hagen. Die Staatssekretätrin aus dem Ministerium für Gesundheit,Emanzipation, Pflege und Alter, Marlis Bredehorst nahm ebenfalls an dem Gespräch teil. Es ging um wichtige Fragestellungen:

  • wie kann die psychosoziale Versorgung für oft schwer traumatisierte Flüchtlinge verbessert werden?
  • greift die vom Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehene „Notversorgung“ auch bei akuten psychischen Erkrankungen?
  • wie können sich die Regeldienste für die besondere Situation von Flüchtlingen öffen ?
  • was kann das Land NRW tun, um hier für eine Verbesserung der Situation zu sorgen?

Aller Teilnehmerinnen bewerteten den Austausch als sehr konstruktiv, das Ministerium sagte zu, bei allen sich bietenden Gelegenheiten die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen für dieses Thema zu sensibilisieren. Ob es in NRW zu Modellprojekten im Sinne einer verbesserten Versorgung kommt, soll im weiteren Prozeß ausgelotet werden. Einig war man sich, das die schlechten Voraussetzungen des Asylbewerberleistungsgesetzes dringend auf Bundesebene reformiert werden müssen und das alle Flüchtlinge Anspruch auf eine Regelversorgung haben sollten.