Folter-Rituale bei der Freiwilligen Feuerwehr – Weitreichende personelle Konsequenzen sind gefordert

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Folter-Rituale bei der Freiwilligen Feuerwehr – Weitreichende personelle Konsequenzen sind gefordert

7. Juli 2008

Folter-Rituale bei der Freiwilligen Feuerwehr
Weitreichende personelle Konsequenzen sind gefordert

Zu den brutalen Aufnahmeritualen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Oer-Erkenschwick erklärt Monika Düker:„Die veröffentlichten Bilder über einen nackten Menschen, der an eine Bank gefesselt im Matsch liegt, haben mich zutiefst schockiert. Wie kann es sein, dass solch brutale und menschenunwürdige Aufnahmerituale bei der Freiwilligen Feuerwehr scheinbar schon seit einigen Jahren geduldet wurden? Selbst das Einverständnis der Betroffenen kann eine solche entwürdigende Inszenierung nicht rechtfertigen und muss umgehende personelle Konsequenzen haben.Innenminister Wolf ist aufgefordert, alle Tatbeteiligten umgehend aus der Freiwilligen Feuerwehr auszuschließen. Die besondere Vertrauenswürdigkeit des Freiwilligen Feuerwehrdienstes darf durch solche Handlungen keinen Schaden nehmen und muss durch konsequente Sanktionen geschützt werden. Wir erwarten dazu vom Innenminister einen Bericht in der nächsten Innenausschusssitzung am 14. August. Darin soll er folgenden Fragen Stellung nehmen:

  1. Wurden angesichts der Schwere der Dienstvergehen und des dringenden Tatverdachts, dass solche Dienstvergehen begangen wurden, gegenüber den Verantwortlichen in der Freiwilligen Feuerwehr in Oer-Erkenschwick Disziplinarmaßnahmen mit sofortiger Wirkung angeordnet?
  2. Gibt es Erkenntnisse der Landesregierung über weitere entwürdigende Aufnahmerituale in der Freiwilligen Feuerwehr in NRW?“